C-Klasse Stgt-Ost, Runde 3 am 20.01.2013:
SC Murrhardt 1948 III – SK Schmiden/Cannstatt IV 2½ : 1½
Dass es glatt werden würde, deutete der Winter schon am Abend vorher an. Dass es aber dann zu Blitzeis und Eisregen kam, war der maximale Schwierigkeitsgrad. Eine erste Bewährungsprobe war der Weg zum Bäcker: mit Schlittschuhen wäre man besser dran gewesen.
Die Bedenken jedoch, die Fellbacher Spieler würden nicht pünktlich am Pécser Brunnen einfinden, zerstreuten sich schnell – allerdings hatten Jelena und Benedikt jeweils „Bodenkontakt“ gehabt. Gianvito war in der Nacht erkrankt, so dass wir nicht vollzählig losfahren konnten.
Die erste Abbiegung war die schwierigste: Bei Glatteis interessiert nur sehr sehr spät wie gelenkt wurde – zunächst mal geht es weiter in ursprünglicher Fahrtrichtung. In der Bahnhofstraße wurde es besser und dann sah man schon die ersten Streufahrzeuge. Wir fuhren mit gedrosseltem Tempo auf der B14 nach Backnang, Sulzbach und Murrhardt und kamen noch vor 9 Uhr im Spiellokal an.
Die Murrhardter waren – noch – zu dritt, meinten der vierte würde wegen der schwierigen Bedingungen etwas später kommen. Das überzeugte aber nicht wirklich. Wir fingen nach kurzem Warten an. In der Aufstellung entschieden wir uns an den Brettern 1 bis 3 anzutreten – es schien egal zu sein.
Benedikt kam mit einem Bauern weniger aus der Eröffnung. Er wehrte sich aber gut gegen das Einbrechen seines Gegners auf der zweiten Reihe und eroberte eine Mehrfigur. Es blieb jedoch verwickelt, so dass einige Züge später seine Mehrfigur in eine Fesselung geriet und ihrerseits verloren ging. Nach einigem Abtausch einigte man sich auf Remis.
Jelena hatte einen Gegner, der besonders bedächtig spielte. So hatte sie bald eine drückende Stellung aufgebaut – gegen einen unrochierten König. Ihr Gegenüber strebte dann auch Damenabtausch an. Danach war die Brisanz etwas aus dem Spiel. Ein kurze Unkonzentriertheit von Jelena nutzte er zum Figuren- und dann noch Qualitätsgewinn, was die Partie unmittelbar entschied. Da wir einen Punkt kampflos abgegeben hatten, war
damit der Mannschaftssieg für den SC Murrhardt perfekt.
Laura hatte an Brett 3 keinen jugendlichen Gegner, sondern einen älteren Herren, der auch von seiner DWZ her der stärkste Murrhardter an dem Tag war. Laura kam in der Eröffnung etwas in Bedrängnis, ließ dann aber eine gute Chance aus, die Führung zu übernehmen. Dann macht’s halt der Gegner. Er kam mit großem Vorteil ins Endspiel und wähnte die Partie schon gewonnen. Als er nach einem Schachgebot, sich um einen Bauern sorgte, ging sein Läufer verloren. Laura spielte sehr konsequent nach vorne, beseitigte seine Bauern und bedrängte den König, was den Gegner zur Aufgabe veranlasste.
Thomas Awiszus
