E-Klasse Stgt-Ost, Runden 1 am 10.11.2013:
SK Schmiden/Cannstatt V – SC Affalterbach III 2 : 2
Heute gingen unsere Jüngsten an den Start und sie zeigten, dass sie große Fortschritte gegenüber letzter Saison gemacht haben. Das Lob gebührt vor allem auch den unermüdlichen Schachfreunden, die freitags regelmäßig das Jugendschach organisieren. Schön, dass Affalterbach trotz knappen Personals sich an die E-Klasse herangetraut hat, sie wurden heute mit einem Mannschaftspunkt belohnt.
Vom ersten Zug an spielten die Schmidener geradlinig nach vorne, was in der E-Klasse so nicht immer zu sehen ist. Die unerfahrenen Spieler von Affalterbach an Brett 3 und 4 kamen deshalb relativ schnell unter die Räder. Hier war doch die Unsicherheit des ersten Auftritts in der E-Klasse – die Schmidener hatten alle schon letzte Saison gespielt – deutlich zu merken.
Zuerst konnte sich Niklas an Brett 4 die Dame des Gegners schnappen. Das ist halt der Fortschritt, wenn man sein und das Spiel des Gegenübers im Blick hat. Für den Affalterbacher Spieler war das heute noch etwas zu viel, aber auch dort wird gute Jugendarbeit gemacht, so dass zukünftige Begegnungen auf mehr Widerstand treffen werden.
An Brett 3 konnte Leon sich die Qualität sichern, denn sein Gegner hatte den Turm schon in der Eröffnung ins Spiel gebracht. Ein paar Züge später übersah der Affalterbacher die Bedrohung seiner Dame und nach diesem Einsteller war klar, dass die Partie ähnlich enden würde wie die von Niklas. Nach etwas über einer Stunde 2:0 und damit auch Anerkennung, dass nicht zu schnell gespielt wurde.
Während am ersten Brett der Kampf lange ausgeglichen war, setzte Anthony an Brett 2 alles auf Angriff. Entgegengesetzte Rochaden ermöglichten das, und der König seines Gegners war schließlich auf h8 schon mit seinem Testament beschäftigt. Leider hatte Anthony mehrere Möglichkeiten, die Partie mit einem Schachgebot und anschließendem Matt zu beenden, ausgelassen. Und so kam es schließlich, dass sein Kontrahent sich verteidigen konnte und sogar die Oberhand bekam. 2:1 nach dramatischem Verlauf.
Jannik hatte am ersten Brett einen erwachsenen Gegner, durchaus nicht üblich in der E-Klasse, aber gemäß den Statuten möglich. Die Eröffnung lief perfekt auf beiden Seiten, Jannik zeigte, dass er weiß, was wichtig ist. Erst als es ins Endspiel mit Bauern und einem Springer ging, konnte der Affalterbacher seine Erfahrung ausspielen mit einem etwas besseren Zusammenspiel von König und Springer erreichte dieser die entscheidenden Vorteile, aber einfach war es nicht!
Fazit: Unsere Jugend lernt viel im Verein und hat dies am Brett in hervorragender Weise gezeigt. Anthony hätte an einem anderen Tag sicherlich den Punkt gemacht und für Jannik wäre ein Unentschieden gegen den stärkeren Erwachsenen allemal berechtigt gewesen.
Thomas Awiszus
