„Ohne 3 spielt 4“ – Backnang nutzte diesen Vorteil

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KJMM Stgt-Ost, 2. Runde am 08.06.2013:
SK Schmiden/Cannstatt – SV Backnang II 1½ : 4½

So ganz klar ist es noch nicht, wann der erste Spieltag – ursprünglich sollte das der 11. Mai sein – nachgeholt wird. Im schlimmsten Fall bekommen die Schachpinguine aus Murrhardt ein kampfloses 6:0 zugesprochen. Noch ist aber nichts entschieden.

Heute am 2. Spieltag der Kreisjugend-Mannschaftsmeisterschaft hatten wir ein Heimspiel gegen Backang. Leider mussten wir unter unseren Möglichkeiten spielen: Alexander übers Wochenende weg, ähnlich auch bei Benedikt. Jelena und Laura hatten ebenfalls andere Verpflichtungen.

Wir konnten also nur an 4 Brettern starten, baten die Backanger, die vollzählig angereist waren, um Entschuldigung und mit einem Rückstand von 0:2 wurden dann um 14:15 am Samstagnachmittag bei herrlichstem Wetter die Uhren freigegeben. Vorher noch der Hinweis, dass bei 2 Stunden Bedenkzeit pro Spieler(!) doch bitte langsam gespielt und in Ruhe über die Züge nachgedacht werden kann. Aber es ist wohl eine ausgemachte Sache, dass Ratschlägen solcher Art wenig Gehör geschenkt wird.

An Brett 4 kam Jannik sehr gut aus der Eröffnung. Er bereitete ziemlich bald einen direkten Angriff auf den gegnerischen König vor. Sein Kontrahent aus Backnang tauschte denn auch ziemlich rasch das meiste Material ab und bot remis. Das Ganze nach bereits 15 Minuten! Jannik dachte darüber noch mal nach, aber seine Vorteile waren jetzt nicht haushoch und er willigte in das Remis ein.

An Brett 5 war Anthony in der Eröffnung gleichauf mit seinem Kontrahenten. Dieser hatte es aber auf den Punkt f7 abgesehen. Da Anthony zwar aktiv mit seinem Damenspringer unterwegs war, jedoch es verpasste den bedrohlichen weißen Läufer auf c4 abzutauschen, kam sein Gegner zum geplanten Einschlag auf f7. Danach war der König auf h8 gefangen und es folgte ein schnelles Matt. Schade um der schnellen Partie – gerade mal 20 Minuten waren gespielt.

Gianvito war heute an Brett 3 jederzeit Herr der Lage. Sein Gegner spielte die Eröffnung etwas zurückhaltend, das nutzte Gianvito um selbst mehr vom Zentrum zu haben. Dann reduzierte sich das Material durch Abtausch. Zwischendurch fehlten dem Gegner mal 2 Bauern. Im Endspiel mit Turm, Läufer und Bauern wurde der Backnanger vorgeführt und dann matt gesetzt. Tolle Leistung von Gianvito, auch gerade wie er die gefährlichen
Bauern des Gegners geschickt bekämpft hat.

Die längste Partie des Tages spielte Leon. Sein Gegner hatte leichtfertig eine Figur für einen Bauern gegeben, aber kam dann über den Königsflügel gut ins Spiel. Beim Verteidigen unterlief Leon ein Fehler und seine Dame ging verloren. Schade. 4 ½1½ für Backnang nach etwas mehr als einer Stunde.

Thomas Awiszus