C-Klasse Stgt-Ost, Entscheidungsspiel am 14.04.2013:
SK Schmiden/Cannstatt IV – SV Fellbach III 2½ : 1½
Nach einem Unentschieden in der letzten Runde der C-Klasse am 10.03. bei den Fellbachern war man mit dem Nachbarn gleich auf in Mannschafts- und Brettpunkten. Da der 2 Platz zum Aufstieg berechtigt, sehen die Regularien einen Stichkampf vor. Doch große Brisanz kam gar nicht erst in die Begegnung, da beide Teams die B-Klasse noch nicht in der nächsten Saison anstreben.
An diesem Sonntag zeigte sich das Wetter endlich(!) von der Schokoladenseite. Einige Spieler kamen denn auch mit dem Rad. Man kannte sich noch von der letzten Begegnung und da alle pünktlich und vollzählig am Brett saßen, konnten wir schnell starten. Die Fellbacher hatten an den ersten beiden Brettern ihre Routiniers, ansonsten spielten nur Jugendliche.
Genügend Zeit gab es ja: 2 Std. 30 Min. für die gesamte Partie, was unsere Jugend als Gelegenheit wahrnahm etwas langsamer zu Werke zu gehen. Am schnelltsten kam die Partie am Brett 1 voran. Allerdings war es so, dass Gianvitos Gegner mit seiner Routine eine sehr klare und offensive Partie spielte. Um da mit Schwarz gegenhalten zu können, muss man sehr genau spielen. Gianvito kam nicht zur Rochade, nach einigem Abtausch büßte er Material ein und die Partie war bald danach für Fellbach entschieden.
An Brett 4 baute Benedikt Stück für Stück seinen Vorsprung von zunächst einem Bauern aus. Er blieb immer dran, sein Gegner machte es ihm aber nicht leicht. Er konnte einen weiteren Bauern, dann ein Qualität einsammeln und einen Freibauern bilden, der dann zum entscheidenden Vorsprung führte. 1:1 – Ausgleich.
An Brett 3 hatte sich durch Bauernketten im Zentrum eine ziemlich geschlossene Partie ergeben. Nach kurzer Zeit waren 3 Leichtfigurenpaare getauscht, aber noch kein Vorteil für eine Seite in Sicht. Laura bearbeitete immer wieder des Gegners Königsflügel, bis sie endlich mit Dame und beiden Türmen die Übermacht bekam und matt setzen konnte.
Alles hing nun vom noch laufenden Spiel an Brett 2 ab. Jelena hatte in der Eröffnung sehr konzentriert gespielt und ein Versehen ihres Gegner gut ausgenutzt. Da der gegnerische König in der Mitte blieb, gab es noch zahlreiche Möglichkeiten, den Vorteil auszubauen. Ihr Gegner stand mächtig unter Druck. Aber wie so oft im Schach, schon die geringste Verschnaufpause nutzt der Gegner, um sich zu konsolidieren. Hier bot Jelena remis an, was ihr Gegner dann auch annahm vor dem Hintergrund, dass man nicht alles verbissen auskämpfen müsse, wenn es doch um nichts ginge.
Kurz nach 11 Uhr war man komplett fertig. So nebenbei hatte man sich prächtig unterhalten. Und vor jedem lag noch ein wunderbarer Sonntag. 🙂
Thomas Awiszus
