Knappe Niederlage gegen Konkurrenten um den Aufstieg

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Oberliga Württemberg, 3. Runde vom 13.11.2011:
Stuttgarter Schachfreunde I – SK Schmiden/Cannstatt I 4,5 : 3,5

Wie bereits die ersten beiden Oberligakämpfe endete auch der dritte Mannschaftskampf der ersten Mannschaft sehr knapp, diesmal aber leider aber zugunsten der ersten Mannschaft der Stuttgarter Schachfreunde. Durch das 3,5:4,5 erhielt die erste Mannschaft des SK Schmiden/Cannstatt einen erheblichen Dämpfer ihrer Aufstiegshoffnungen.

Der Mannschaftskampf, der am 13.11.2011 wegen einer Nachholpartie von Oliver Niklasch an sieben Brettern ausgetragen wurde (dazu später), begann mit einer schnellen Niederlage von Mannschaftsführer Thomas Witke am 8. Brett. Seine Angriffsbemühungen wurden vom derzeitigen Top-Scorer der Oberligasaison mit einer Zentrumsöffnung gekontert und der Folge, dass Thomas´ Stellung wie ein Kartenhaus zusammenfiel. Nach zwei Unentschieden von Martin Krockenberger und Steffen Eisele an Brett 6 und 7ging es bei einem Zwischenstand von 1:2 in die Zeitnotphase. Die restlichen Partien sahen zu diesem Zeitpunkt recht gut für den SKSC aus, so dass trotz des Rückstands berechtigte Hoffnung auf einen Mannschaftserfolg bestand.

Als erstes musste aber Mathias Holzhäuer seine Hoffnungen begraben. Nachdem er aufgrund der Zeitnot seinen zugegebenermaßen kleinen Vorteil nicht ausbauen konnte, endete auch diese Partie remis. Christian Thoma konnte seinen Materialvorteil in dem entstehenden Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern leider nicht ausnutzen und musste nach der Zeitnotkontrolle ebenfalls einem Unentschieden zustimmen. Daher hing der Mannschaftserfolg an den beiden Partien von Thilo Kabisch am Spitzenbrett und von Mark Trachtmann . Hier hatte Thilo zwar nach einem verteilten Spiel einen Materialnachteil, konnte aber mit einem Turm auf der vorletzten Reihe und dem Läuferpaar auf Vorteil hoffen. Doch der Gegner, ein erfahrener Internationaler Meister, konnte mit großem Glück und Geschick Thilos Angriff abwehren und seinen Materialvorteil letztendlich umsetzen. Und da nützte auch Mark seine Kampfkraft nichts, der ein theoretisch unentschiedenes Turmendspiel nach sechs Stunden Spielzeit gewann. Zwischenstand vor der Nachholpartie: 3:4.

Die Stuttgarter Schachfreunde haben unter Berufung auf eine WTO-Regelung relativ kurzfristig beantragt, den gesamten Mannschaftskampf oder die Partie an Brett 2 zu verschieben. Grund hierfür war die Teilnahme von Andreas Strunski bei den Deutschen Schnellschachmeisterschaften (die Andreas Strunski im Übrigen mit einem
starken 4. Platz beendete – Glückwunsch!). Dessen Teilnahme stand zwar schon acht Wochen fest, der Antrag wurde aber so spät gestellt, dass der alternative Sonntagstermin bei einigen Spielern der 1. Mannschaft schon anderweitig belegt war und somit nur die Partie von Oliver Niklasch nachzuspielen war: beim Stand von 3:4 in
einer Schwarzpartie kein leichtes Unterfangen – kurzum, ein Unentschieden war die Folge und somit eine 3,5:4,5-Niederlage. Aber die Saison ist noch lang ….

Thomas Witke
Mannschaftsführer